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Der 3er-Ringzug
zusammengestellt von Rainer Vogler
Mit dem Begriff "Ringzug" wird ein Konzept genannt, das die Städte Bräunlingen, Donaueschingen, Villingen-Schwenningen, Trossingen, Rottweil, Tuttlingen und Immendingen in einer Art Kreisverkehr miteinander verbindet. Integriert wurde nach einigen Diskussionen auch die Trossinger Eisenbahn, die jedoch planmäßig nicht mehr mit elektrischen Fahrzeugen befahren wird, sondern mit Regio-Shuttles der Hohenzollerischen Landesbahn AG (HzL).
Der Ringzug ist ein entscheidender Bestandteil zur Umsetzung des integralen Taktfahrplans für Stadt, Region und Land. Der gesamte Bus- und Bahnverkehr wurde neu konzipiert.
Im Jahr 1999 führte die Nahverkehrs-Gesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) das Preisangabe-Verfahren für die Ringzug-Verkehrsleistungen mit exakt vorgegebenem Fahrplankonzept und genau definierten Zugkapazitäten durch. Gewinner dieser Ausschreibung war die Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL). Die Deutsche Bahn gab die Aufträge, die Infrastruktur für den Ringzug herzustellen, an ihre Töchter DB Netz AG und DB Station & Service AG.
Die HzL hat sich zur Verwirklichung des Betriebskonzeptes auf die Suche nach neuen Fahrzeugen machen müssen. Als Ergebnis der europaweiten Ausschreibung wurden 20 Triebwagen des Typs Regio-Shuttle RS1 von Stadler bestellt. Die Ausstattung unterscheidet sich von den bislang bei der HzL eingesetzten Regio-Shuttles: Die Fahrzeuge verfügen über eine sehr komfortable Bestuhlung mit Armlehnen, Laptop-Steckdosen, ein satellitengesteuertes Fahrgastinformations-system und mobile Fahrscheinautomaten. Um auf Unterwegsbahnhöfen Züge innerhalb kürzester Zeit trennen und vereinigen zu können, sind die Fahrzeuge mit automatischen Kupplungen analog den Regio-Shuttles der Südwestdeutschen Verkehrs-AG (SWEG) ausgerüstet, während die restlichen Regio-Shuttles der HzL normale Zug- und Stoßvorrichtungen besitzen.
Für die neuen Regio-Shuttles wurde in Immendingen eine neue Betriebswerkstatt errichtet.
Neben der Beschaffung der Fahrzeuge wurde großer Wert auf die Infrastruktur gelegt. Insgesamt 34 neue Haltepunkte werden entlang den Strecken im Endausbau gegenüber der Zeit vor der Inbetriebnahme des Ringzuges hinzugekommen sein, darunter 18 Stationen, die von der Deutschen Bundesbahn in den siebziger und achtziger Jahren geschlossen worden waren. Außerdem wurde die Strecke Hüfingen - Bräunlingen, ein Teil der früher nach Furtwangen führenden Bregtalbahn, wieder für den Personenverkehr eröffnet.
In das Ringzug-Konzept wird ab Dezember 2004 auch die schon lange für den Personenverkehr stillgelegte Strecke von Immendingen nach Zollhaus-Blumberg, dem Ausgangspunkt der "Sauschwänzle"-Museumsbahn aufgenommen.
Die Ringzug-Strecken werden heute wie folgt betrieben:
KBS 740 Rottweil - Spaichingen - Tuttlingen - Immendingen
KBS 742 Rottweil - Trossingen - Villingen - Donaueschingen - Hüfingen Mitte - Bräunlingen
KBS 742 Trossingen Bahnhof - Trossingen Stadt
KBS 755 Immendingen - Tuttlingen - Fridingen (- Sigmaringen)
Ab Dezember 2004 wird die zweite Stufe des Ringzugkonzeptes umgesetzt. Es fahren die Triebwagen von Immendingen bis nach Blumberg-Zollhaus durch und in Trossingen Bahnhof können die von Villingen kommenden Zugläufe geflügelt werden. Erstmals wird es dadurch möglich sein, umsteigefrei von Trossingen aus die Stadt Villingen-Schwenningen zu erreichen.
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