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Der Zug quert ein letztes Mal den Rhein und verläßt nun sein Tal. Durch die malerische Schinschlucht, vorbei an der Burgruine Campi, am bewaldeten Hang entlang der Albula erreicht der Berninaexpress nach mehreren Tunnels den Solis-Viadukt. Dieser Viadukt ist mit 85 Metern über der Solis die höchste Brücke der Rhätischen Bahn. Die Station Solis wird schon lange nicht mehr angefahren, der Bahnhof ist mittlerweile in Privatbesitz. Leider hat der Besitzer vor kurzem gewechselt, die Blumenpracht an der Südseite des Gebäudes ist verschwunden. Nach kurzer Fahrt erreichen wir bei km 40 nach Chur den Ort Tiefenkastel. Tiefenkastel liegt 884 m.ü.d.M. und bildet einen Kreuzungspunkt mit der Postauto-Buslinie Chur über Lenzerheide und den Julierpass nach St. Moritz. Seinen Namen hat Tiefencastel von einer Burg, die bereits im 10. Jahrhundert genannt wird. Der Ort, der vor hundert Jahren einem Grossbrand zum Opfer |
gefallen war, wird von einer stattlichen Barockkirche (erbaut um 1650) überragt, die beherrschend auf dem Höhenrücken oberhalb des Zusammmenflusses von Albula und Julia steht. Bei Kilometer 47 durchfahren wir Alvaneu und überfahren anschliessend den Schmittentobel-Viadukt. Von hier kann man bereits auf der rechten Bahnseite, zwar teils von Bäumen bedeckt, das wohl meistfotografierte Objekt der Schweiz erkennen. Der Landwasser-Viadukt überspannt mit einer Höhe von 65 Metern die Landwasser die wenig weiter in die Albula mündet, und führt in einem Radius von 100 Metern direkt in den Landwassertunnel. Im Tunnel setzt sich die Kurve mit anhaltender Steigung von 2 % fort. Bevor der Zug dann in den Bahnhof von Filisur (1080 m.ü.d.M., km 50, 400 Einwohner) einfährt, stößt auf der linken Bahnseite die Strecke von Davos auf die Albulastrecke zu. |
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