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Hier in Disentis wird die Lok gewechselt. Die Ge 4/4 der Rhätischen Bahn wird abgekuppelt und durch eine HGe 4/4 der Matterhorn-Gotthard-Bahn ersetzt. Das "H" in der Typbezeichnung besagt, dass diese Baureihe mit einem Zahnstangenantrieb ausgestattet ist. Nachdem die Bremsprobe erfolgt ist, bittet der Zugschaffner die Passagiere, wieder in den Zug einzusteigen. Der Halt hat etwas über 15 Minuten gedauert, jetzt wird nur noch die Einfahrt des Gegenzuges abgewartet. War das Erstaunen hoch, als eine alte HGe 4/4 aus den 1940er Jahren als Zuglok entgegenkam. Die sieben HGe 31-37 waren lange Zeit die Zugloks für den Glacier-Express schlechthin. Heute kommen sie nur noch in der Hochsaison in den Reisezugeinsatz, sonst stehen sie dem Rangier- und Diensteinsatz zur Verfügung
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Bild 310971: HGe 4/4 33 zieht einen Nahverkehrszug aus Andermatt in den Bahnhof von Disentis. Die alten Zahnstangenloks werden immer noch planmäßig in den Zugverkehr eingesetzt.
(28.07.2003)
Nachdem die Weiche frei ist, das Ausfahrtsignal "Grün" zeigt, der Zugschaffner den Zug abgepfiffen hat, setzt sich der Glacier-Express in Bewegung. Gleich nach dem Bahnhof verschwindet der Zug in einem Tunnel. Dann bremst er ein wenig seine Fahrt, es ist ein kurzes Rumpeln zu vernehmen. Die Lok und ein Wagen nach dem anderen fahren in den Zahnstangenabschnitt ein. Teilweise verfügen auch die Wagen über Brems-Zahnräder.
Bild 152211 (rechts): Mit Hilfe der Zahnstange hat der Glacier-Express im Sommer 2000 Disentis hinter sich gelassen.
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Gleich nach Verlassen des Tunnels sollte der Fahrgast noch einen Blick aus linken Zugseite nach hinten richten. Es zeigt sich ein herrliches Panorama mit Kloster und Bahnhof.
Bild 305067: Kurz nach der Ausfahrt aus dem Tunnel wird der Blick auf die Bahnhofsanlagen und auf die herrliche Kulisse von Disentis freigegeben.
(10.09.1995)
Nachdem der letzte Wagen in den Zahnstangenabschnitt eingefahren ist, wird der Zug wieder auf etwa 35 Stundenkilometer beschleunigt.
Auf der linken Streckenseite begleitet der junge Rhein den Zug nur getrennt durch die Autostraße. Der nächste Kreuzungspunkt wird wieder nur durchfahren. Der Gegenzug wartet bereits in der Station von Segnas. Immer wieder tauchen kleine Siedlungen auf, das Gleis windet sich auf der rechten Talseite Sedrun entgegen. Kurz vor Erreichen des Ferienortes zweigt eine kurze zwei Kilometer lange Stichstrecke zur großen Baustelle des Gottharddurchstiches. Hier entstand seit 1998 ein 800 Meter tiefer Vertikalschacht, von dem aus die zwei Tunnelröhren des Basistunnels durch das Gotthardmasivs nach Süden und Norden gebohrt werden.
Für Fotografen sei noch der Val Bugnei Viadukt zu erwähnen. Diese Steinbrücke überspannt in einer leichten Kurve mit neun Bogen das Bugneital.
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