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Bis Thusis war die Strecke bereits im Jahre 1896 realisiert, der Bau der Albulastrecke konnte jedoch erst nach Übernahme |
der Bahn durch den Kanton Graubünden im Jahre 1897 in Angriff genommen werden. |
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Die Albulaüberquerung ist in den Alpen die steilste Eisenbahnstrecke ohne Zahnstange. Viele heftige Diskussionen muss es wohl Ende des 19. Jahrhunderts darüber gegeben haben, wie man das Engadin bahntechnisch an das bereits vorhandene Schienennetz der Rhätischen Bahn anbindet. Schliesslich mußten doch ungewöhnlich grosse Höhenunterschiede bewältigt werden. Die Entscheidung fiel zugunsten der Albula-Linie, da hier nur ein Tunnel von ca. 6 Kilometern Länge benötigt wurde. |
Bei der zur Debatte stehenden Julierpass-Trassierung hätte das Tunnel etwa 10 Kilometer betragen. Hier am Albula galt es, extreme Steigungen von bis zu 35 Promille zu überwinden. Bis zur Scheitelhöhe des Albulatunnels (1820 M.ü.d.M.) steigt der Zug auf der nur 45 Kilometer langen Strecke ab Tiefenkastel 970 Höhenmeter, ab Bergün auf 6 Km (Luftlinie) sogar 416 Höhenmeter. Um diese Topografie zu bewältigen, wurden die Strecke durch zahlreiche Serbentinen und Kehrtunnels auf das nahezu Doppelte einer normalen Entfernungstrassierung verlängert. |
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